Hamburg kündigt Kontrollen an

Ab April müssen alle Kassen umgerüstet sein. Hamburg will die Einhaltung des Gesetzes prüfen.
Sowohl die Einhaltung der Bonpflicht als auch die bis zum 1. April verpflichtende Umrüstung der
Kassen wollen die Finanzämter der Hansestadt prüfen.
Hamburg (abz). Am 1. April tritt das neue Kassengesetz endgültig in Kraft. Dann müssen Bäcker nicht
nur jedem Kunden einen Bon aushändigen. Es endet auch die Schonfrist, die mit Ausnahme von
Bremen alle 15 Bundesländer gewährt haben, um Kassen mit manipulationssicheren TSE-Modulen
aufzurüsten. Das erste Land macht pünktlich zum Stichtag ernst und will Anfang des kommenden
Monats mit umfangreichen Kassen-Kontrollen beginnen. Das berichtet die Hamburger Morgenpost (Mopo).

Kontrolle von 840 Betrieben in zwei Monaten

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel kündigt umfangreiche Kontrollen an. „Das Bundesgesetz
verpflichtet uns nun zur Überprüfung“, zitiert die Mopo den SPD-Politiker. Einem der Zeitung
vorliegenden internen Schreiben zufolge seien im April und Mai vermehrt Kassen-Nachschauen im
Umfang von 60 pro Finanzamt durchzuführen. Dabei gelte es, mit möglichst geringem Zeitaufwand
möglichst große Aufmerksamkeit bei den Steuerpflichtigen zu erzeugen. In Hamburg gibt es zehn
Regional- und vier Sonderfinanzämter.
Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis weitere Bundesländer mit den Kontrollen nachziehen werden.
In der Vergangenheit gab es allerdings immer wieder Kritik am neuen Kassengesetz, da zeitweise
nicht klar war, ob die TSE-Module rechtzeitig geliefert werden können