Bierflaschen

Sie gehören zu den großen Sorgenkindern in der Corona-Krise. Brauereien, gerade die kleinen Handwerksbrauer, haben durch den Shutdown und die anschließende Konsumzurückhaltung seit März gravierende Einbußen hinnehmen müssen. Jetzt beschäftigte sich das ARD-Wirtschaftsmagazin "Plusminus" mit einer steuerrechtlichen Besonderheit, die weitere Löcher in die Kassen der Brauer reißen dürfte – bis hin zur möglichen Pleite.

Ein Artikel aus Deutsche Handwerks Zeitung
Von Markus Riedel

Es ist ja nicht immer automatisch so, dass die öffentlich-rechtlichen Sender dem Mittelstand im allgemeinen und dem Handwerk im besonderen sehr wohlgesonnen wären. Ob "verbraucherfreundliche" Handwerker-Tests oder ausgiebige Berichte über die schwarzen Schafe der Branche - mitunter gibt es viel Kritik am Handwerk zu sehen.

Wenn das ARD-Wirtschaftsmagazin "Plusminus" einen Beitrag also mit der Zeile "Steuern auf Bierpfandflaschen - eine Schnapsidee" überschreibt, ist Aufmerksamkeit gefragt, denn hier scheint es einmal um eine Berichterstattung zu gehen, die sich nicht in erster Linie an den Bedürfnissen der Verbraucher orientiert. Und in der Tat: Das, was die ARD-Redakteure berichteten, verortet sich am besten irgendwo zwischen Schildbürgerstreich und knallharter Benachteiligung - und das liegt an einer Kombination des deutschen Pfand- und Steuersystems.

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Arbeitszeiterfassung

Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, die Arbeitszeiten seiner Mitarbeiter zu erfassen. Das stellte das Arbeitsgericht Emden erst kürzlich in einem Urteil klar. Für zahlreiche Handwerksbetriebe bestand schon vorher eine Aufzeichnungspflicht. Bleibt für sie also alles beim Alten? Die Rechtsanwältin Juliane Krafft beantwortet im DHZ-Interview wichtige Rechtsfragen.

Ein Artikel aus Deutsche Handwerks Zeitung
Von Max Frehner

DHZ: Das Emdener Arbeitsgericht (Arbeitsgericht Emden v. 20.02.2020, Az. 2 Ca 94/19) hat kürzlich geurteilt, dass Arbeitgeber generell verpflichtet sind, die Arbeitszeit aller Mitarbeiter zu erfassen . Es handelt sich zwar "nur" um eine erste erstinstanzliche Entscheidung eines deutschen Gerichtes, dennoch könnten sich auch andere Gerichte dieser Meinung anschließen. Für Arbeitgeber, die Minijobber beschäftigen oder in den in § 2a SchwarzArbG genannten Wirtschaftsbereichen tätig sind, gilt ohnehin bereits, dass sie Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit für alle Beschäftigten zeitnah festhalten mussten. Bleibt für sie also alles beim Alten?

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Bewerbung

In Zeiten von Kontaktbeschränkungen lohnt es sich auch für Handwerker neue Wege zu gehen – z. B. bei der Mitarbeitersuche. Vorstellungsgespräche per Video sind hier ein Stichwort. Aber nicht nur in der Corona-Krise sind sie hilfreich: Warum es sinnvoll sein kann, virtuelle Bewerbungsgespräche auch danach zu integrieren und was sowohl Handwerkschefs als auch Bewerber dabei beachten sollten.

Ein Artikel aus Deutsche Handwerks Zeitung
Von Eileen Wesolowski

Premiere im Malerbetrieb Neumann: Im April 2020 lud das Unternehmen zum ersten Mal drei potenzielle Azubis zu digitalen Vorstellungsgesprächen per Skype ein. Ausschlaggebend dafür war die Corona-Pandemie: "Wegen den Kontaktverboten ist die aktuelle Situation sehr schwierig. Viele junge Menschen haben uns berichtet, dass ihnen zurzeit die Bewerbungsgespräche abgesagt werden", sagt Alexander Neumann, Maler- und Lackierermeister beim Dinslakener Malerbetrieb. Ein Grund mehr für das Unternehmen einen neuen Weg zu gehen: "Wir wollten den jungen Bewerbern zeigen: Wir hören euch trotz der Krise", so Neumann.

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Geschlossen

Obwohl die Bundesregierung mit Zuschüssen, Krediten und Gesetzesänderungen sämtliche Hebel zur Rettung von Unternehmen in Bewegung setzt, wird es nicht gelingen, alle vor der Insolvenz zu bewahren. Seit 27. März 2020 gilt das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie, das die Insolvenzantragspflicht aussetzt.

Ein Artikel aus Deutsche Handwerks Zeitung
Von Gastautor Jörg Franzke

Bei vielen Unternehmern stellt sich indessen die Frage, in welchen Fällen dieses neue Gesetz Anwendung findet und wann man tatsächlich insolvenzantragpflichtig ist. Immerhin ist Insolvenzverschleppung kein Kavaliersdelikt und die Verantwortlichen müssen mit hohen Strafen rechnen. Um dies zu vermeiden, hat Jörg Franzke, Rechtsanwalt für Insolvenzrecht, ein Prüfungsschema entwickelt, an dem man ablesen kann, wann Insolvenzantragspflicht besteht und was die Zahlungsunfähigkeit infolge der Coronakrise für Unternehmen bedeutet.

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